Die Ergebnisse für die Machbarkeit einer Radverbindung zwischen Rüdesheim und Wiesbaden sind nun veröffentlicht

Am Donnerstag den 23. Mai wurde der Ergebnisbericht der Machbarkeitsstudie in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Rheingau durch das Zentrum für integrierte Verkehrssysteme (ZIV) und die Planungsgesellschaft RV-K vorgestellt. Das Ergebnis stellt eine 32,9 Km lange durchgängige Verbindung zwischen Rüdesheim und Wiesbaden dar. Sie verbindet den Radweg in Richtung Lorch mit der Wiesbadener Innenstadt.

Zwischen Rüdesheim und Eltville wurde auf dieser Verbindung ein mögliches Potenzial von 1.250 Radfahrenden pro Werktag ermittelt. Dieser etwa 18 Km lange Abschnitt wurde, angelehnt an die hessischen Qualitätsstandards und Musterlösungen, im Ausbaustandard einer Radverbindung empfohlen. Im weiteren Verlauf ab Eltville steigt das Potenzial deutlich auf durchschnittlich fast 2.000 Radfahrende pro Werktag an. Dieser etwa 15 Km lange Abschnitt sollte entsprechend im Qualitätsstandard einer Raddirektverbindung ausgebaut werden.

In Teilen ist die Verbindung schon jetzt gut und sicher befahrbar. Auf verschiedenen Streckenabschnitten existieren jedoch noch keine Radverkehrsanlagen. Auf diesen Abschnitten sowie Abschnitten, auf denen die Radverkehrsanlagen nicht den geforderten Standards entsprechen, wurden Maßnahmenempfehlungen gemacht, die im nächsten Schritt umgesetzt werden sollten. Die gesamte Verbindung kann mit Kosten zwischen 8 und 12 Millionen Euro hergestellt werden. Den größten Anteil der Kosten hätten Bund, Land und der Rheingau-Taunus-Kreis zu tragen. Doch auch die Kommunen haben Gesamtkosten von etwa 2 Millionen Euro zu erwarten. Diese Kosten können durch Förderprogramme von Land und Bund bezuschusst werden.

Im nächsten Schritt geht es an die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen. Um eine durchgängige Befahrbarkeit möglichst schnell zu erreichen, sollten im ersten Schritt Netzlücken behoben werden, um dann die gesamte Verbindung auf einen ausreichend guten Standard zu bringen, um das Ziel zu erreichen, dem Radverkehr, der heute noch in weiten Teilen den Leinpfad nutzt, eine geeignete, zügige und vor allem sichere Alternative anzubieten.

Den Ergebnisbericht zur Machbarkeitsstudie können Sie hier downloaden.

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